Rena - schlimmste Naturkatastrophe Neuseelands

Rena - schlimmste Naturkatastrophe Neuseelands

Mehr als ein Monat ist bereits vergangen seit das 47,000 Tonnen Containerschiff ‚Rena‘ am 6. Oktober vor der Küste Taurangas aufgelaufen ist. Rettungsteams arbeiten an Board und machen gute Fortschritte, berichtete Maritime New Zealand (MNZ) am 4. November.

Am 28. Oktober erreichte eine australische Kranbarge die Bay of Plenty, um die Container der Rena abzuladen, sobald das restliche Benzin und Motorenöl aus dem Schiffsbauch abgepumpt ist.

Zum jetzigen Zeitpunkt befinden sich noch 358 Tonnen Treibstoff im Schiffskörper, sowie eine unbekannte Menge an Motorenöl im Maschinenraum des Schiffes.

Das ständig wechselnde Wetter behinderte die Arbeiten des Rettungsteams immer wieder, so dass das Schiff unter
anderem am 31. Oktober wiederholt evakuiert werden musste. Am darauffolgende Mittwoch hatte sich das Wetter jedoch beruhigt und die Abpumparbeiten konnten wieder aufgenommen werden.

Der Manager des Bergungsteams, Bruce Anderson, berichetete in einem Interview, dass ein Team von Tauchern den Durchbruch eines durch das Rettungsteam künstlich errichteten, wasserdichten Dammes bestätigte. Der Wiederaufbau des Dammes ist aufgrund des hohen Zeitaufwands nicht möglich, so dass eine andere Lösung gefunden werden musste. Die neue Methode, die nun eingesetzt werden soll, heisst „hot tapping“. Bei dieser Methode wird Wasser über das Deck in den Treibstoff-Tank gepumpt, so dass der Treibstoff durch das Wasser nach oben gedrückt wird, und von dort abgepumpt werden kann. Herr Anderson erklärte, dass diese Methode sehr zeitaufwändig sei, in der momentanen Situation jedoch die beste Lösung darstellt. ‚Die Sicherheit des Rettungsteams hat allerhöchste Priorität’, bekräftigte Anderson. Nach Andersons Ausführungen installierte das Rettungsteam zwei „hot taps“ und ist gerade dabei, das Wasser in den noch voll funktionsfähigen Steuerbord-Tank zu pumpen. Ein anderes Rettungsteam pumpt zeitgleich Hydrauliköle vom Maschinenraum in einen zentralen Tank und von dort auf die Barge „Awanuia“.

Die Rettungsmassnahmen konzentrieren sich momentan noch auf das Abpumpen der Treibstoffe, gleichzeitig wird aber auch schon Vorbereitungsarbeit geleistet, um die zweite Stufe des Prozesses, die Bergung der Container, vorzubereiten.

Neben den Arbeiten an Bord des Schiffes sind zudem unzählige Freiwillige an den Aufräumarbeiten des Küstenstreifens in der Bay beteiligt. Über 13 000 Arbeitsstunden wurden bereits von freiwilligen Helfern geleistet, ohne die dieser unglaubliche Arbeitsaufwand kaum zu bezwingen wäre.
Der finanzielle Schaden den die Rena angerichtet hat, beläuft sich bisher auf 14 Millionen NZ$ - Verluste für lokale Firmen, Aufräumarbeiten an den Stränden und für Auffanglager von geretteten Pinguinen, sowie anderen betroffenen Tieren, sind in diese Summe noch nicht mit eingerechnet.

Stuart Crosby, Bürgermeister von Tauranga bestätigte in einer Pressemitteilung vom 4. November, dass die Reinungungsarbeite and den Stränden der Bay of Plenty sehr schnell voran gehen. Wer plant, die Bay diesen Sommer zu besuchen, sollten seine Urlaubspläne nicht änder. Crosby garaniert, dass Strände, Restaurants, Unterkünft sowie Aktivitätenbetreiber für die Saison geöffnet und vorbereitet sind.

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