Neuseeland von Kopf bis Fuss

Wir sind im Durchschnitt Anfang 50 und Reisen ist eines unserer Hobby, sofern es die Zeit  eines Freischaffenden und einer Angestellten es zulässt. Oft organisieren wir unsere Reisen gemeinsam mit Freunden und buchen übers Internet. Außerhalb Europas haben wir Kanada, Mexiko, Südafrika, Namibia, Thailand, Ägypten, Singapur und Kenia bereist und gehen hinsichtlich Übernachtung lieber auf Sicherheit und etwas gehobenes Niveau und quartieren uns in Hotels, Pensionen oder auch Fremdenzimmer ein, je nachdem was das Land so für Möglichkeiten bietet.

Neuseeland machte ins neugierig – natürlich durch „Herr der Ringe“ – aber auch, weil Freunde dieses Land besuchten und es unheimlich toll fanden - Europa im Kleinen zu sehen. Da wir bisher in Europa noch nicht so viel herumgekommen sind– ist ja im Alter immer noch Zeit dafür - wollten wir dies auch erleben. In der Vorbereitung auf die Reise haben wir uns an NZfG (Neuseeland für Deutsche) gewand, ein Zufall, aber ein Guter. Unser Ziel war es, mit dem Mietauto in einer Rundreise die Nord- und Südinsel kennen zu lernen. Das Team von NzfG stellte uns die Reise nach unseren Wünschen zusammen, gab uns Tipps für besondere Erlebnisse und buchte sowohl das Mietauto als auch die Übernachtungen vorwiegend in einfachen kostengünstigen Hotels (Back Packers) und kleinen Pensionen. Alle Unterlagen, auch das Kartenmaterial wurde uns nach Deutschland geschickt, nur die Flüge buchten wir selbst.

Unsere Reise begann am 2.12.06 und führte mit einem Kurzaufenthalt in Hongkong (Wir wollten nach 14 Jahren einfach mal sehen, was die Rückgabe an China so für Veränderungen mit sich brachte) zuerst nach Auckland.

6.12.06 Auckland
Die Ankunft auf der Nordinsel war schon mal der Aha- Effekt. Die Stadt sehr schön gelegen, zwar Großstadt aber klein wenig provinziell jedoch mit Charme. Sehr gute Einkaufsmöglichkeiten sowohl Super- Märkte als auch Sonstiges. Sehr schöne Architektur und interessante Kombination zwischen Alt und Neu. Hafengelände erinnerte ein bisschen an die Waterfront in Capetown, also zum Verweilen sehr schön. Viele weiße Segel auf dem Wasser, was für eine Großstadt schon ein ungewöhnliches Bild ist. Der Überblick vom Sky Tower muss einfach sein. Man steht, wenn man will auf einem Glasboden und sieht unter sich den fließenden Verkehr, sehr gewöhnungsbedürftig! In seiner Nähe haben wir auch in einem kleineren Hotel – City Central Hotel –übernachtet.

7.12.06 Island Rangitoto
Da wir noch nie auf einer vulkanischen Insel waren, war dieser Tipp ein besonderes Highlight. Wir unternahmen eine schöne Wanderung am nunmehr bewachsenen Vulkankrater.

9.12.06 Paihia
Software: Microsoft OfficeDie Saltwater Lodge war eine Überraschung, modernes Ambiente, nette Betreiber, einfache Zimmer, waren sauber und zweckmäßig in der Ausstattung, auf der Gemeinschaftsterrasse oder Laubengang haben wir es uns gemütlich gemacht, allerdings mit unseren Möbeln aus dem Zimmer. Neben uns hatten sich ein japanisches Ehepaar einquartiert, beide ca. 70 Jahre und keiner weiteren Spache mächtig, und so ging die Konversation nur mit Händen und Füßen.
Der Abstecher nach Russel mit der Fähre war interessant, kleines feines Städtchen oder Dorf (?), das man  in einer halben Stunde gut durchschritten hat.  Stilvolle Holzhäuschen und historische Kirche. Die Fahrt zum Cape Reinga ist was für geübte Fahrer, man kommt auf der Schotterpiste schnell ins schlingern. Doch den nördlichsten Punkt der Insel muss man gesehen haben, auch wenn einige Mietwagenverleiher die 20 km nicht versichern. Eine Fahrt am Ninety Miles Beach haben wir uns nicht zugetraut, dafür haben wir die jungen Leute beobachtet und denen scheint es viel Spaß gemacht zu haben.  Der Abstecher zum Traunson Kauri Park kostete uns viel Zeit, weil die tatsächliche Route doch etwas länger war, als in der Karte angegeben. Verfahren hatten wir uns außerdem noch. Die großen Kauri Bäume wollten wir unbedingt sehen, da uns in Kanada schon die riesigen Douglasien beeindruckt hatten.

11.12.06 Hahai
Die Fahrt zur Halbinsel Coromandel nach Hahai war anstrengend, da sehr kurvenreich und an der Küste entlang, aber toll. Übernachtet haben wir in einem super ausgestatteten Bungalow (Tatahi Lodge), davor eine kleine Terrasse, um auch die Sonne genießen zu können. Hot Water Beach war angesagt, aber leider zur falschen Zeit, nämlich während der Flut und so konnten wir graben und graben und bekamen doch Wasser geschweige denn warmes zu sehen. Dafür überraschten uns dann am Nachmittag die jungen Touries mit der Tatsache, dass man wirklich nicht tief graben muss, um warmes Wasser im  eigenen „Pool“ zu haben. Die Ebbe macht’s möglich!

Die Wanderung zur Cathedral Cove erinnerte uns an die Küste Thailands, bizarre Felsen im Wasser, weißer Strand, sattes Grün und rot blühende Weihnachtsbäume (?) –traumhaft schön. Achtung Vögel, die ihre Jungen beschützen, sollte man nicht stören! Die hinterhältigen Attacken können schmerzhaft sein.

13.12.06 Rotorua
Software: Microsoft Office Übernachtet haben wir im Hotel Vetoura Inn. Rotorua am Lake Rotorua ist eine typische Bäderstadt mit der entsprechenden Bäderarchitektur. Alles geht ruhig und beschaulich zu. Interessant sind die Rauchschwaden über den heißen Quellen, die grünen Seen, die  brodelnden schwarzen Schlammlöcher und die gelben bis orange farbigen Sinterterrassen.  Hier haben wir im Kulturzentrum der Maori  den ersten Kiwi hinter Glas entdeckt. Den Maoris kommt man zwar auch etwas näher, aber eben nur als Show. Lady Knox muss man besucht haben, auch wenn man der Natur mit Waschmittel nachhilft.

15.12.06 Taupo
Der Tongarino Nationalpark bietet schöne Wandermöglichkeiten in der Nähe des Mount Ruhapehu. Ein erhabener Anblick ist dieser schneebedeckte Vulkan. Eine Fahrt rund im den Lake Taupo lohnt sich eher nicht, aber wenn man Glück hat gibt es tolle Fotos bei Sonnenuntergang über dem See. Die Tiki Lodge ist ein kleines Hotel in einer Seitenstraße, nicht spektakulär, aber völlig ausreichend.

16.12.06 Wellington
Die Fahrt von Taupo nach Welligton führte uns über Raethi und Wanganui, dies hatte uns NZfG ans Herz gelegt. Diese Fahrt ging sensationell 106 km am Wanganui River entlang, z. T. Schotterpiste und diese nicht gerade sehr breit, aber ein wunderschöner Canon.  Der danach notwendige Reifenwechsel brachte uns die Erfahrung, dass die Kiwis außerordentlich hilfreich sind.  Wellington ist eine kleine hübsche Hauptstadt, wir nächtigten im Hotel Bay Blaza direkt am Hafen und hatten einen schönen Blick auf die City. Leider war das Wetter etwas kühl fürs Sitzen im Freien. Ein Abstecher zum südlichsten Punkt der Nordinsel zum Cape Palliser brachte uns die Begegnung mit einer Robbenkolonie.

19.12.09 Nelson
Die Überfahrt mit der Fähre von Wellington nach Piston dauerte ca. 3 Stunden und ist eine der schönsten Fahrten gewesen, die wir erlebt haben. Bei Sonnenschein ging es durch den Marlborough Sound. Die anschließende Weiterfahrt war wieder mal von einer kurvenreichen Strecke geprägt. Von Nelson aus besuchten wir den Abel Tasman Nationalpark und spazierten von Coast Road bis Appletreebeach, ein Weg zum Entspannen. Im Bella Vista Motel hatten wir sogar eine kleine Küche, die uns auch das Kochen erlaubte. Im Freien konnte man frühstücken und die Strandgänge (fast menschenleer) bleiben uns unvergesslich, da die Wolken ganz phantastisch fürs fotografieren waren.

20.12.06 Greymouth
Software: Microsoft Office Von hier aus mussten natürlich die Pancake Rocks in Punakaiki besichtigt werden. Wichtig ist, dass man das Ende der Flut erwischt, dann schießen die Fontänen durch die  Felsen und hat man dann noch etwas Sonne, kann man wunderbare Regenbögen, erzeugt durch die feinen Wassertröpfchen beobachten. Sehenswert war auch Shantytown, die Goldgräberstadt, sehr liebevoll hergerichtet und mit einer Eisenbahn.

 

21.12.06 Franz Josef Glacier
Vom Rata Grove Motel hat man einen Blick auf die Südalpen. Wir wanderten zum Franz Josef und Fox Glacier und am Lake Matheson. Die Natur ist wirklich einzigartig, Ansichten wie auf Postkarten. Nur mit einem Hubschrauberrundflug (mit Fox und Franz Heliservices) kann man diese Landschaft wirklich richtig erfassen und genießen. Eine Zwischenlandung im Schnee mit Blick zum Mount Tasman ist ein einmaliges Erlebnis. Von hier aus hat kann man die Berge und das Meer sehen.

23.12.06 Wanaka
In der Wanaka Logde wurden wir von den privaten Gastgebern herzlich begrüßt. Wir hatten einen sehr heißen Tag erwischt und mussten auf dem Balkon erst einmal verschnaufen. Ein Besuch in der Puzzling Word lohnt sich bei jedem Wetter, vor allem was für Kinder, auch weil es dort das angeblich längste Labyrint gibt. Wir haben nach einer Stunde entnervt aufgegeben, da wir immer wieder die gleichen Leute gesehen haben.

 

24.12.06 Queenstown
Die wohl verrückteste Stadt, ständig schwirren Paragleiter von den Anhöhen herab. Übernachtet haben wir im Mercure St. Moritz, viel zu schön für nur eine Nacht, auch etwas teurer.

25.12.06 Te Anau
Um die Weihnachtszeit ist nicht viel Betrieb, viele Zimmer sind noch zu haben. Wir übernachteten wieder in einem Motel.

Wir besuchten einen keinen Tierpark und dürften im Käfig Keas fotografieren.

26.12.06 Milford Sound
Die Fahrt zum Milford Sound war aufregend. Erst sind wir an wunderschönen Weideflächen mit riesigen Lupinenfeldern vorbeigekommen und dann ging es in die Berge, leider bei viel Regen, von allen Seiten ergoss sich das Wasser von den Hängen. Durch den nahezu unbefestigten Homer-Tunnel konnte man Richtung Fiordland National Park fahren. Eigentlich sollte es in der Zeit die wärmsten Monate sein, aber davon war nichts zu spüren. Hier übernachteten wir auf einem Schiff in einer gemütlichen Kajüte –ein tolles Erlebnis durch den Sound zu fahren auch bei Regen. Auf dem Schiff war bestens für Verpflegung gesorgt. Man lernt seine Tischnachbarn kennen und ist erstaunt wie man sich trotz minimalistischen Englischkenntnisse unterhalten kann. Am schönsten war allerdings der Sonnenaufgang früh morgens mit einer Tasse dampfenden Kaffee auf dem Schiffsdeck zu stehen,  die frische Briese und das Naturschauspiel genießen, wenn die Berge langsam einen goldenen Überzug bekommen und die Nebelschwaden sich lichten.

27.12.06 Dunedin
Abstecher zur Otago Halbinsel zur Beobachtung von Robbenbabys, Kormoranen und Pinguinen. Rasante fahrt auf Buggy hat viel Spaß gemacht, leider war zu wenig Zeit für diese Stadt.

28.12.06 Christchurch
Fahrt an den Moeraki Boulders vorbei. Wie immer auch die Riesenkugeln dorthin gekommen sind, sehenswert waren diese allemal und manchmal auch in der deutschen Fernsehwerbung zu besichtigen. Christchurch ist eine beschauliche Stadt, wir hatten eine sehr schöne Unterkunft, very britisch- im Grange Guesthouse im Stadtzentrum mit historischer Straßenbahn fast vor der Tür. Die Hausherren selbst bereiten das Frühstück. Es war alles allerliebst.
Abflug nach L.A.   

Fazit:
Der Urlaub war ein einmaliges Erlebnis und wir zehren heute noch davon. Die 6.000 km sind nicht jedermanns Geschmack, aber notwendig um die beiden Inseln zu erkunden. Dank der guten Organisation von Maya (NZfG) haben wir alle Stationen problemlos erreicht.
Die Reise war auf unsere Bedürfnisse zugeschnitten, Natur sehen und vor allem auch erleben. NZfG ist eine gute Empfehlung.

Kerstin  Peter   

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