Kleines Europa mit Regenwald?

 
Fortsetzung von: Herz was willst du mehr?
 
Puuh, es fällt schwer all die vielen Ereignisse und Erlebnisse nun zusammenzufassen. Unsere letzte Meldung stammt noch von der Nordinsel und unserem Strandhaus.
Mittlerweile sind wir auf der Südinsel gelandet und bereits wieder etliche Kilometer gefahren. Wir haben neue, unbeschreibliche Landschaften entdeckt, neue Eindrücke gewonnen und interessante Menschen kennengelernt.  Dadurch haben sich auch Fragen ergeben...

Doch halt. Beginnen wir einfach mal mit der Fortsetzung...
 
Nach Mt. Maunganui und unserem idyllischen Strandhaus war eigentlich geplant mit einem Camper das Land weiter zu erkunden. Also los.
 
Um den Camper zu holen mussten wir zurück nach Auckland, ca. 250 km. alles klappte hervorragend. Auto gg. Camper getauscht und auf geht´s!
Auf geht´s??? Ach du Schreck!
Bereits die Einführung in die "Technik" dieses Wagens war nicht ganz einfach, besser gesagt: erschreckend! Das Platzangebot stellte sich als minimalistischte Lösung überhaupt dar und uns schwante Böses. Aber noch waren wir guter Dinge und ein Camperurlaub sollte es einfach sein! Nun, nachdem wir bereits einen unserer Koffer zwecks Platzmangels in der Dusche, kombiniert mit WC (wir hatten dies als persönlichen Luxus extra gebucht) parken mussten und den anderen Koffer.. Ja wohin eigentlich?
Nun gut, es ging dann endlich los mit dem Camperabenteuer. Bereits nach wenigen Kilometern stellte sich heraus, dass ich, Helma, überhaupt nicht in dem Camper sitzen konnte. Der Sicherheitsgurt war nicht zu verstellen, zudem nicht für "Zwerge" ausgelegt und so schnitt dieser Gurt mir direkt in den Hals. Folge: schräges Sitzen und nach 10 km kamen elendige Rückenschmerzen, da auch noch der Sitz komplett durchgesessen war. Am Abend und 300 km weiter auf einem Campingplatz gelandet, war unsere Abenteuerlust ziemlich erlahmt. Es kam wie es kommen musste. In der Nacht musste Helma mal schnell Pipi. Na klar, kein Problem. Wir hatten ja unseren Luxuscamper samt Klo. Haha... Ging nicht, da stand ja der Koffer und der Rucksack und... es war halt sonst kein Platz da!
Also, Christian wecken, der lag nämlich "imWeg", beide raus aus dem Camper mitten in der Nacht und ab, quer über den Campingplatz in die Gemeinschaftstoilette. Morgens dann das gleiche Spiel... Duschen und Morgentoilette in der Gemeinschaftsanlage da wg. Platzmangel die Dusche und Toilette im Camper nicht zu nutzen waren.
Kurz: nach 1 Tag neuseeländischem Camper waren wir Beide mit den Nerven am Ende und beschlossen dieses olle Teil umgehend zurück zugeben. Na gut. 300 km retour nach Auckland, endlose Verhandlungen mit der Verleihfirma ...
Aber, hach, am Ende waren wir die olle Karre los und superglückliche Mieter eines Toyota 4x4 Raver! Christian war nur noch selig die kurvigen,steilen Strassen mit einem tollen Auto, statt eines windanfälligen Campers fahren zu können und ich bin in Nullkommanix meine Kreuzschmerzen losgeworden.
 
Nun, es ging dann erneut die gleiche Strecke in Richtung Süden der Nordinsel. Am Ende des Tages und nach vielen gefahrenen Kilometern fanden wir eine traumhafte Unterkunft am Onera Beach. Ein komplettes  Häuschen ganz für uns allein mit einem unvergleichlichen Ausblick auf die tasmiansche See. Ihr macht euch keine Vorstellung von den fantastischen Vollmondaufgängen die wir erleben durften. Dazu ein sternenübersäter Nachthimmel... Romantischer kann es einfach nicht sein!
Doch schon bald ging es weiter, vorbei an New Plymouth und dem Mt.Taranaki, nach Wellington, der Hauptstadt Neuseelands.
Wellington! Einfach wunderschön. Eine sehr pulsierende,  junge Stadt, voller  Leben, mit schönen Museen und einem vielfältigen Kulturangebot. Uns beiden hat Wellington viel, viel besser gefallen als Auckland.
Zwei Tage später erfolgte dann die Überfahrt mit der Fähre auf die Südinsel.
 
Ich hatte vorher bereits einige Reiseberichte darüber gelesen. Stets schwelgte man in den höchsten Tönen von dieser Überfahrt. Ja, ok. Es war schön. Ok, es war nett. Doch so wirklich aus den Schuhen gehauen hat es uns jetzt nicht. Auch die ersten Eindrücke von der Landschaft der Südinsel blieben hinter den Erwartungen zurück.
Naaa gut. Ich gebe ja zu: ich hatte mich in die Nordinsel bereits verliebt und zu viele Leute hatten uns erzählt wie schöööön die Südinsel sein. Halt fast wie Europa. Mit Bergen und Seen. Halt grad so wie daheim. Doch dazu eben noch, quasi als Draufgabe, ein Regenwald und endlose Strände.
Uäh. Wie in Europa? Nö, deswegen sind wir nicht nach Neuseeland gekommen! Wir wollten da andere Dinge sehen und erleben.
Nun, nach den wundervollen Erfahrungen auf der Nordinsel gingen wir beide also mit etwas gemischten Gefühlen von Bord. Wir beschlossen zunächst im Norden zu bleiben und machten uns auf nach Nelson, einer kleinen Stadt im Nordzipfel. Nelson ist bekannt als Künstlerstadt und beheimatet das "WOW", besser gesagt das Museum der "World of Wearable Art". Klar, das mussten wir sehen! Wunderbar! Fantastisch! Einzigartig! Näheres dazu hier: http://www.worldofwearableart.com/
 
Von Nelson aus führte uns unsere Route auf dem Highway 6 weiter Richtung Westküste. Besonders beeindruckend war die Fahrt entlang des Buller River. Noch heute findet man in diesem Fluss Gold und vor einigen Jahren wurde sogar Uran entdeckt, doch zu wenig, als dass sich ein Abbau gelohnt hätte. Soll man sagen, zum Glück für diese wunderschöne Landschaft?
Am frühen Abend erreichten wir Westport und das Cape Foulwind. Zum erstenmal durften wir dort Seelöwen aus nächster Nähe beobachten. Ein unvergleichliches Erlebnis und die Augen wurden feucht...

Und weiter ging es...
Die Westküste der Südinsel ist rauh, stürmisch, mit harten Kontrasten. Hier der Regenwald und direkt daneben liegt eine gigantische Küstenlandschaft. Schroffe Felsen, von Seevögeln besiedelt, eine tosende See und...  SANDFLIES!
Äääh! Bei aller Schönheit der Landschaften haben uns uns diese Mistviecher in ungeahnter Schnelligkeit wieder in die Sicherheit des Autos getrieben. Sandflies sind, tja, Stechfliegen, die in ungeheuren Schwärmen über uns arme Menschen herfallen, zubeißen und ekelhaft juckend-brennende Stiche hinterlassen die einen tagelang plagen!
Das Blöde ist: keine europäische Antimücken-Stechfliegen-Moskitocreme hiilft!
Aber, ihr ahnt es: auch das haben wir gut überstanden.
 
Ein besonderes Hightlight waren die "Pancake Rocks". Bizarre Felsformationen die tatsächlich ausschauen als hätte man haufenweise Pfannkuchen übereinander geschichtet.
 
Nach grandiosen Landschaftserlebnissen und einer Fahrt durch den dampfenden, von Wolken durchzogenen Regenwald, erreichten wir dann (von Sandflies zerstochen) Franz-Josef-Glacier, eine kleine Stadt am Rande der Südalpen Neuseelands. Es war schnell klar, wir wollen uns die "Gand Traverse" gönnen.
Die "Grand Traverse" ist ein Flug über alle Gipfel und Gletscher der neuseeländischen Südalpen incl. einem Flug über die naheliegende Küste. Wir wählten statt eines Flugs mit dem Helikopter den Flug mit einem kleinen Flugzeug. Gut getan! Bereits am Morgen zeigten sich erste Wolken. Hätten wir den Heli gewählt, wäre der Flug wohl abgesagt worden, denn ein Heli kann nicht so hoch fliegen wie ein Flugzeug! Mit unserer Maschine waren wir jedoch immer über den Wolken und genossen unvergleichliche Ausblicke über den Mt. Cook-, Tasman-, Fox- und Franz-Josef-Gletscher, sowie über Lake Wanaka, Hawea und Pukaki .
 
Und ich bin sogar noch über mich hinaus gewachsen...
Jeder der mich näher kennt, weiß um meine nicht gerade geringe Flugangst. Und was mach ich Trottel? Frage Tony, unseren Piloten, natürlich als Erstes einmal, von welchem Sitz aus ich die besten Fotos machen könnte... Sicherheitshalber hatte ich mich jedoch vor dem Einsteigen schon gleich als Erste in Position gebracht. Mist. Da lässt Tony doch erst mal alle anderen einsteigen, und das, obwohl diese später gekommen waren als wir und NICHT in der Poolposition!!! Helma, na klar, ziemlich sauer...
Als alle drin sind nimmt mich der Gute am Arm und meint, er bräuchte noch eine Co-Pilotin! Zum Glück ist das neuseeländische Englisch zunächst einmal kaum zu verstehen und ich war immer noch recht arglos ,da ich eben nicht sooo genau verstand was Tonys Wortschwall genau bedeutete. Aber dann, wie gesagt, nahm Tony mich am Arm und, schwupps, saß ich auch schon neben ihm, wurde fachgerecht angeschnallt, hatte das zweite Steuer vor mir und die Kopfhörer auf!
Mammamia. Aber was solls? Wann kommt man schon mal in den Genuß ein Flugzeug, ok, es war ein recht kleines, als quasi Co-Pilotin zu fliegen?
Was soll ich weiter sagen? Es war ein einzigartiges Erlebnis und zwischenzeitlich tauchte doch glatt der Gedanke auf, ob ein Flugschein mir nicht doch noch zur grenzenlosen Freiheit fehlen würde...
 
Die Weiterfahrt in Richtung der Seen war sooo schön. Es ging wieder durch den dampfenden Regenwald, zeitweise jedoch auch bis hinunter an die Küste. Begleiteten uns zunächst dicke Regenwolken, so änderte sich das Wetter nach Überqueren des Haastpasses schlagartig.
Die Sonne lachte uns entgegen, der Himmel strahlte in unvergleichlichem Blau. Sattgrüne Wiesen mit Schafen und Schäfchen, ein sanft dahin fließender Fluss und im Hintergrund die schneebedeckten Bergriesen. In unzähligen Kurven ging es hinab und hinter jeder dieser Kurven tat sich ein neues, wunderbares Landschaftspanorama auf.
Und dann, plötzlich, lag er vor uns! Der Lake Wanaka. Tinten-, Azur- Dunkelstblau. Umgeben von Bergen und sich im unvergleichlichen Licht Neuseelands spiegelnd....
 
Helma und Christian
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